Blogs, Wikis & Co. im Unterricht. Analyse von Beispielen und Erfahrungen

Die letzte Aufgabe in diesem Semester für das Seminar Web 2.0 war die Beschäftigung mit bzw. Analyse von Beispielen, in denen Blogs, Wikis etc. in der Schulpraxis verwendet werden.

In der Aufgabenstellung wurden verschiedene Blogs von Lehrkräften bzw. Schulklassen (z.B. ein Grundkurs Religion im Halbjahr Q2) verlinkt, die ich mir in den vergangenen beiden Wochen angeschaut habe. Dabei habe ich versucht, die Motivationen und Herangehweisen der Ersteller herauszufinden sowie die Erfahrungen, die mit den Projekten in der Schule gemacht wurden, zu erarbeiten.

Die Beschäftigung mit den Blogs war sehr interessant, da ich nun, nachdem ich mich jetzt ein Semester mit den Themen wie Blogs, Wikis, Web 2.0-Tools etc. beschäftigt habe, versucht war, mein dazugewonnenes Wissen und das Interesse für den Einsatz von Social Software in der Schule in den Beispielen wiederzufinden und mit den ausführlichen Erfahrungsberichten der Menschen hinter den Blogs zu vergleichen (z.B. mit diesem Blogeintrag zu den Erfahrungen mit Wikis im Unterricht).

Die Beschäftigung mit den Beispielen war in vielerlei Hinsicht hilfreich, denn ich empfand sie als „Abrundung“ des Seminars. Nach den vielen theoretischen Inputs, z.B. durch die Lernkurse des VZL oder durch die Lektüre der Wikipediartikel, kamen nun „echte“ Erfahrungsberichte von Lehrkräften (und SuS), die anschaulich und ausführlich ihre Erfahrungen mit dem Einsatz von Social Software in der Schule schilderten und dadurch in mir auch die Lust weckten, es später auch ausprobieren zu wollen.

Insbesondere der Blog Rete-Mirabile (Link) von Andreas Kalt und sein Wiki erwiesen sich als wahre Fundgrube mit zahlreichen Materialien zu den Fächern Englisch, Erdkunde, Biologie und NwT, die als Blogeinträge mit zahlreichen Links, Videoclips und Tipps aufbereitet sind. Aber Andreas Kalt relfektiert auch Projekte mit SuS, z.B. ein Poster- und Wikiprojekt einer 9. Klasse (Link) und beantwortet in seinem Wiki organisatorische Fragen, z.B. zur Leistungsbewertung und Notenzusammensetzung in den genannten Fächern.

Neben den Inhalten hat mich, insbesondere bei den Beispielen Rete-Mirabile von Andreas Kalt und rieken.de von Maik Rieken, auch die Authentizität der Blogbetreiber angesprochen, d.h. wie sie die Leserinnen und Leser ansprechen und von ihren Erfahrungen offen und ehrlich berichten.

So beantwortete Herr Kalt in einem Blogeintrag (Link) ausführlich und offen einige Fragen zur Motivation und Verwendung seines Wikis, die anscheinend von TeilnehmerInnen meines Seminars gestellt wurden,  und auch Herr Rieken von rieken.de stellt sich und seine Vorstellungen eines (seiner Meinung nach) besseren Schulsystem ausführlich auf seinem Blog vor (Link) oder stellt hier (den Artikel habe ich willkürlich herausgegriffen) begründet seine Meinung zu Produkten der Firma Apple dar, allerdings in einer Art, dass SuS (und natürlich auch andere Leserinnen und Leser) nicht nur mit seiner Meinung konfrontiert werden, sondern auch etwas über „proprietäre Appliance“ lernen.

Diesen offenen Umgang mit der eigenen Meinung, welcher aber auch immer das Ziel hat, den Leserinnen und Lesern ein Thema näher zu bringen, finde ich sehr spannend, da es den Grundgedanken eines Weblogs – das „Tagebuch-Prinzip“ – vollkommen widerspiegelt. Natürlich betrifft dies nur einen kleinen Teil der Blogeinträge, die meisten der betrachteten Einträge behandelten ein Thema in der Form, dass es kurz beschrieben wird und anschließend Links zu weiteren Informationen auf andere Seiten angeführt werden. Die beiden Lehrkräfte nutzen so ihre Blogs (und Herr Kalt zusätzlich das Wiki) als Lernumgebung und umfangreiche Materialsammlung.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Beispiele einen interessanten Einblick in den möglichen Einsatz der Social Software in der Schule geben konnten und mich bestärkt haben, diese ebenfalls später in meinem Unterricht einzusetzen.
Außerdem werde ich sicher noch die eine oder andere Stunde auf den verlinkten Blogs verbringen, da in den 385 Blogeinträgen von Andreas Kalt sicher der eine oder andere Geheimtipp für die Auseinandersetzung mit einem Thema, das ich im SPS II oder Vorbereitungsdienst behandeln werde, zu finden sein wird.

Nach den Klausuren in dieser Woche, die wie jedes Semester die letzte Semesterwoche dominieren, möchte ich noch einen Beitrag mit einem Fazit zum Seminar und zur Arbeit mit diesem Blog über das gesamte Semester verfassen und verbleibe so mit

vielen Grüßen 🙂

Dominik

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